Ein modernes Märchen

Von unserem Vorstandsmitglied Brigitte Scharnke:

Es war einmal eine einfache kretische Bäuerin namens Popi mit ihrem Mann Babis, die 1971 beschloss, von ihrem bescheidenen Häuschen in Frangokastello im Süden des Bezirks Chania auf Kreta vier Zimmerchen mit rohem Zementfußboden und eisernen Feldbetten an damals noch sehr spärliche und nur griechische Touristen zu vermieten.

Kyria Popi hatte vier Kinder, da machte es nichts aus, ein paar Mäuler mehr mit ihren landfrischen Eiern, den Gemüsen aus dem Garten, der Milch von der einzigen Ziege und den vor dem Haus herum schwimmenden Fischen, die die Söhne aus dem Meer holten, zu füttern. Im hauseigenen Laden konnte man sich mit allem versorgen, was man im Leben zu brauchen glaubt, von der Ersatzzahnbürste übers Mückenspray bis zu Konserven oder Taschenlampenbatterien.

Die Kinder wuchsen heran, die Zimmerchen wurden mehr und komfortabler. Tochter Maria bekam ihr eigenes Hotel 200 m weiter am Strand hingestellt, die Söhne zogen erst einmal in die Welt, vor allem nach Deutschland, von wo sie sich bestimmte Reiseandenken mitbrachten bzw. welche auf Kreta festhielten.

Und danach gab es also drei deutsch-griechische Familien, die die ehemaligen „Zimmerchen“ um zwei Häuser mit Ferienwohnungen und später eins mit „Studios“ erweiterten, einen wohlsortierten Minimarkt führen und vor allem in einer Taverne die leckersten kretischen und griechischen Gerichte anbieten, die man auf der herrlichen, von einem einzigen riesigen Weinstock bedecken Terrasse mit Blick auf den wenige Meter entfernten Strand genießen kann. (Man geht im Badeanzug vom Zimmer ins Meer!)

Jeder Familie entsprangen zwei Kinder, die natürlich zweisprachig aufwuchsen, und so wurde das Ganze durch Initiative und Engagement eine deutsche Enklave, die auch noch mit dem schönen Zusatz punkten konnte: “Kinder und Hunde willkommen!“

Heute buddelt zum Teil schon die dritte Generation von früheren Gästen im Sand, denn wer einmal dort war, kommt immer wieder, und wenn alles gut geht, dann werden noch viele weitere Generationen dort buddeln….

P.S.
Um jetzt aus dem Märchen herauszukommen, empfehle ich die website von http://www.babis-popi.com/, wo man alle weiteren Infos finden kann.

Ikaria, die Insel der Ruhe und der Gesundheit im Ägäischen Meer

Unsere Vorsitzende Siegi Diakakis über ihren Urlaub auf Ikaria:
„Ende Juni waren wir für 10 Tage auf dieser wunderschönen Insel des Ikarus, um unsere von Rheuma, Arthritis und  Osteoporose geplagten kranken Knochen ein bisschen auf Vordermann zu bringen. Wir wohnten in dem kleinen Hotel ‘OENOE’ im Ort THERMA – hier ist der Ursprung der Heilquelle. Das Badehaus APOLLONA liegt etwa 2 Minuten von unserem Hotel oder einem anderen nahegelegenen Hotel entfernt. Man geht morgens  ganz leger mit dem Bademantel dorthin. Es gibt Badezimmer mit jeweils einer Wanne oder für Paare mit jeweils 2 Wannen. Die Wanne wird bis zum Rand mit 35 bis 37 Grad warmen Quellwasser gefüllt, in der man dann für etwa 20 Minuten liegt. Man kann die Temperatur des Wassers selbst ein wenig regulieren, falls man die Wärme nicht verträgt. Da das Quellwasser zum größten Teil Radonio enthält, ist ein längerer Aufenthalt in der Wanne nicht angebracht. Ebenfalls ist aus Gesundheitsgründen nur einmal ein Bad pro Tag erlaubt.
Eine andere Möglichkeit ist das Bad direkt an der Quelle, d.h., es gibt in einem Raum 2 kleine Pools für jeweils 4 bzw. 8 Personen, in die man allerdings mit Badeanzug gehen muss. Alle anderen Bedingungen bleiben gleich.
Eintritt für das APOLLONA: 4,50 Euro pro Besuch – für die Pools:4,00 Euro pro Besuch.
Beide Anlagen liegen direkt am Meer mit einem schönen kleinen Strand mit Sonnenschirmen.
Nach dem Bad geht man ins Hotel zurück, um sich dort mit frisch gebackenem Brot und Kuchen und selbstgemachter Marmelade und Tee oder Filterkaffee von den wirklich herzlichen Hotelbesitzern verwöhnen zu lassen. Dann muss man sich notgedrungen wenigstens eine halbe Stunde ins Bett legen, weil die Wasserkur sehr müde macht. Erholung ist hier vorgeschrieben.
Man kann hier wirklich nur von Erholung sprechen, denn in THERMA gibt es fast keine Autos. Man kann die wunderbare Stille abends beim Zirppen der Grillen nur genießen. Wer aber etwas “LEBEN” haben möchte geht zum Mittag- oder Abendessen in eine der kleinen Tavernen mit guter griechischen Kost – sehr oft auch mit frischem Fisch – oder fährt in die Hauptstadt AGIOU KYRIKOU (etwa 8000 Einwohner), in die man mit dem Bus oder Taxi fahren kann. Dort gibt es ein paar nette Cafés und Tavernen und auch
einige kleine Geschäfte.
Die Insel hat außer ihrer wunderwirkenden Quelle noch wunderschöne Sandstrände, alte Klöster und archäologische Stätten zu bieten, zu denen man ebenfalls mit dem Bus fahren kann. Außerdem gibt es noch Tagesausflüge mit dem Boot zu den umliegenden Inseln, z.B. Patmos, Samos oder Fournoi.
Auf die Insel selbst kommt man entweder mit dem Fährschiff (ca. 8 Stunden) oder mit dem Flugzeug (etwa 35 Minuten).
Wir haben von vielen Leuten dort gehört, dass sie große Linderung von ihren Leiden erfahren haben. Bekannte von uns fahren schon seit 10 Jahren dorthin und fühlen sich jedes Mal wohler. Wir jedenfalls können diese Insel mit ihrer Schönheit und ihren warmherzigen Leuten nur empfehlen.
Allerdings sagte man uns, dass für das erste Mal wenigstens ein 15tägiger Aufenthalt geplant sein sollte, weil dann die Wirkung der Bäder intensiver ist. Später kann man auch einen Monat und mehr bleiben.
Was die Hotelpreise angeht, so bekommen wir als Verein eine Ermäßigung:
Vorsaison (Anfang Juni bis 20. Juli):
Doppelzimmer: 30 Euro
Einzelzimmer: 25 Euro
Hauptsaison (21. Juli bis 28. August):
Doppelzimmer:40 Euro
Einzelzimmer:35 Euro
Nachsaison: (September)
Doppelzimmer: 30 Euro
Einzelzimmer: 25 Euro“