Juristische Informationen zum Leben in Griechenland

Unsere neugestaltete Website findet bereits jetzt viel Beifall und wird häufig aufgerufen. Um die Website noch  interessanter zu gestalten,  planen wir in lockerer Folge relevante juristische Informationen zum Leben in Griechenland  dort zu veröffentlichen. Unser Mitglied Rechtsanwältin Nicola Alexandra Emmanouil hat sich freundlicherweise  bereit erklärt, diese Aufgabe zu übernehmen. Ihr sei für ihren ehrenamtlichen Einsatz auch an dieser Stelle gedankt.

Vassilopitta des dkiz 2016

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Auch dieses Jahr haben sich unsere Mitglieder zahlreich zum traditionellen Vassilopitta-
Schneiden in der Cafeteria des Goethe-Instituts versammelt. Vertreten war der Kern
des dkiz, aber auch die jüngere Generation. Wir haben uns besonders über den Austausch mit  Dr. Giorgos Monogioudis vom Referat für Kultur der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Athen und der deutschen Kardiologin Dr. Carolin Sonne, die den Mut fand, mitten in der Krise nach Athen zu ziehen, gefreut. Dr. Sonne hat sich bereit erklärt, ihr Fachwissen in einem Vortrag mit uns zu teilen (Termin wird angekündigt).
Die Krise in Griechenland dauert leider weiter an, und ein schnelles Ende ist nicht in Sicht. Umso wichtiger ist der Zusammenhalt und der Austausch mit anderen in einer ähnlichen Lebenssituation. Unser Mittwochstreff in der Cafeteria des Goethe-Instituts
(jeden dritten Mittwoch des Monats von 10.00-12.00 Uhr) findet nach wie vor statt, und wir sind über unsere Webseite und die hier zu findenden Kontaktdaten erreichbar.

 

Vassilopitta 2016

Der Vorstand des DKIZ wünscht ein frohes neues Jahr!

Wir hoffen auf ein besseres 2016 und laden Sie herzlich ein zum

 Vassilopitta-Schneiden 2016 des DKIZ

 am Mittwoch, 10. Februar 2016, ab 16:30 Uhr

mit einem Glas Sekt, Kaffee und Kuchen oder was das Herz sonst begehrt, wie gewohnt im Foyer des Goethe-Instituts Athen, Omirou 14-16, (Metro-Station: „Panepistimiou“).

 Wir freuen uns auf Ihr zahlreiches Kommen!

     Der Vorstand

 Siegi Diakakis, Tanja Nettersheim, Brigitte Scharnke, Monika Simou

Griechische Literatur auf Deutsch kostenlos online lesen

Das „Centrum Modernes Griechenland“ stellt mit der „Edition Romiosini“ griechische Literatur auf Deutsch zum kostenlosen Online-Lesen zur Verfügung. Das Centrum Modernes Griechenland (CeMoG) der Freien Universität Berlin wurde 2014 zur Intensivierung des deutsch-griechischen Wissens- und Kulturtransfers gegründet und fördert unter anderem die Publikation griechischer belletristischer und wissenschaftlicher Literatur in deutscher Sprache. Unterstützt wird das Projekt von der „Stavros Niarchos Foundation“. Bei „Edition Romiosini“ kann man derzeit griechische Klassiker wie die Romantrilogie „Steuerlose Städte“ von Stratis Tsirkas und das Monument der Antikriegsliteratur „Das Leben im Grabe“ von Stratis Myrivilis finden. Mehr dazu unter http://bibliothek.edition-romiosini.de/

Vassilopitta 2016

Der Vorstand des DKIZ wünscht ein frohes neues Jahr!

Wir hoffen auf ein besseres 2016 und laden Sie herzlich ein zum

Vassilopitta-Schneiden 2016 des DKIZ

 am Mittwoch, 10. Februar 2016, ab 16:30 Uhr

mit einem Glas Sekt, Kaffee und Kuchen oder was das Herz sonst begehrt, wie gewohnt im Foyer des Goethe-Instituts Athen, Omirou 14-16, (Metro-Station: „Panepistimiou“).

Wir freuen uns auf Ihr zahlreiches Kommen!

 Der Vorstand

Siegi Diakakis, Tanja Nettersheim, Brigitte Scharnke, Monika Simou

Deutsch-Griechisches Juristentreffen

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Zum Programm  der Studienreise einer  Gruppe von Rechtsreferendaren vom Kammergericht Berlin nach Athen gehörte auch ein Informationsgespräch mit Mitgliedern des Deutschen Kontakt- und Informationszentrums, das am 03. November 2015 stattfand. An dem Gespräch nahmen 12 deutschen Juristen sowie Rechtsanwältin Nicola Emmanouil, Rechtsanwalt Konstantinos Flegkas und die frühere Vorsitzende des Deutschen Kontakt-und Informationszentrums Vera Dimopoulos-Vosikis teil.
Im Mittelpunkt der regen Diskussion stand naturgemäß  die nun mehr als 5  Jahre währende Krise in Griechenland und ihre Auswirkungen auf die gesellschaftliche Realität, die Verarmung weiter Bevölkerungskreise, die hohe Arbeitslosigkeit und die Berufsproblematik der jungen Generation.  Es wurden Elemente des griechischen Rechtssystems aufgezeigt, die, wenn auch nicht ausschließlich,  so doch mitursächlich für diese Krise sind. Die Fragen kreisten vor allem um die Gebiete: Katasteramt, Rentensystem, Besteuerung, staatliche Verwaltung. Die Beteiligten waren sich einig, dass es keine schnelle Patentlösung geben kann, dass es aber  wichtig ist, sich  trotzdem weiterhin für den Verbleib Griechenlands in der Eurozone einzusetzen.
Die Veranstaltung fand statt im Veranstaltungssaal des Hauses Koroneos, dem an dieser Stelle für die Gastfreundschaft gedankt sei.

Todesfall in Griechenland – Was tun?

Stirbt ein naher Angehöriger, ist das, auch wenn es nicht plötzlich passiert, meist erst mal ein Schock. Man sieht sich nicht nur mit dem Verlust und der eigenen Trauer konfrontiert, sondern muss sich mit den anstehenden Formalitäten und der Organisation der Beerdigung auseinandersetzen. Stirbt die Person im Ausland, wo man sich mit den jeweiligen Gepflogenheiten nicht auskennt, und der Verstorbene vielleicht auch einer anderen Glaubensrichtung angehört, wird die Situation noch komplizierter. Eine sehr gute Hilfe stellt hierfür das Infoblatt „Sterben und Tod in Griechenland“ der Evangelischen Kirche deutscher Sprache Thessaloniki dar, das auf deren Webseite unter www.evkithes.net zu finden ist.
Aber nicht nur um diese Auskünfte zu erhalten, lohnt sich der Besuch der ansprechend gestalteten Website der Evangelischen Kirche Deutscher Sprache Thessaloniki. Neben der Selbstdarstellung einer modernen deutschsprachigen Kirchengemeinde und ihren zahlreichen Aktivitäten enthält die Website viele Links und Kontaktdaten, die für ein Leben im Großbereich Nordgriechenland nützlich sind.

Ikaria, die Insel der Ruhe und der Gesundheit im Ägäischen Meer

Unsere Vorsitzende Siegi Diakakis über ihren Urlaub auf Ikaria:
„Ende Juni waren wir für 10 Tage auf dieser wunderschönen Insel des Ikarus, um unsere von Rheuma, Arthritis und  Osteoporose geplagten kranken Knochen ein bisschen auf Vordermann zu bringen. Wir wohnten in dem kleinen Hotel ‚OENOE‘ im Ort THERMA – hier ist der Ursprung der Heilquelle. Das Badehaus APOLLONA liegt etwa 2 Minuten von unserem Hotel oder einem anderen nahegelegenen Hotel entfernt. Man geht morgens  ganz leger mit dem Bademantel dorthin. Es gibt Badezimmer mit jeweils einer Wanne oder für Paare mit jeweils 2 Wannen. Die Wanne wird bis zum Rand mit 35 bis 37 Grad warmen Quellwasser gefüllt, in der man dann für etwa 20 Minuten liegt. Man kann die Temperatur des Wassers selbst ein wenig regulieren, falls man die Wärme nicht verträgt. Da das Quellwasser zum größten Teil Radonio enthält, ist ein längerer Aufenthalt in der Wanne nicht angebracht. Ebenfalls ist aus Gesundheitsgründen nur einmal ein Bad pro Tag erlaubt.
Eine andere Möglichkeit ist das Bad direkt an der Quelle, d.h., es gibt in einem Raum 2 kleine Pools für jeweils 4 bzw. 8 Personen, in die man allerdings mit Badeanzug gehen muss. Alle anderen Bedingungen bleiben gleich.
Eintritt für das APOLLONA: 4,50 Euro pro Besuch – für die Pools:4,00 Euro pro Besuch.
Beide Anlagen liegen direkt am Meer mit einem schönen kleinen Strand mit Sonnenschirmen.
Nach dem Bad geht man ins Hotel zurück, um sich dort mit frisch gebackenem Brot und Kuchen und selbstgemachter Marmelade und Tee oder Filterkaffee von den wirklich herzlichen Hotelbesitzern verwöhnen zu lassen. Dann muss man sich notgedrungen wenigstens eine halbe Stunde ins Bett legen, weil die Wasserkur sehr müde macht. Erholung ist hier vorgeschrieben.
Man kann hier wirklich nur von Erholung sprechen, denn in THERMA gibt es fast keine Autos. Man kann die wunderbare Stille abends beim Zirppen der Grillen nur genießen. Wer aber etwas „LEBEN“ haben möchte geht zum Mittag- oder Abendessen in eine der kleinen Tavernen mit guter griechischen Kost – sehr oft auch mit frischem Fisch – oder fährt in die Hauptstadt AGIOU KYRIKOU (etwa 8000 Einwohner), in die man mit dem Bus oder Taxi fahren kann. Dort gibt es ein paar nette Cafés und Tavernen und auch
einige kleine Geschäfte.
Die Insel hat außer ihrer wunderwirkenden Quelle noch wunderschöne Sandstrände, alte Klöster und archäologische Stätten zu bieten, zu denen man ebenfalls mit dem Bus fahren kann. Außerdem gibt es noch Tagesausflüge mit dem Boot zu den umliegenden Inseln, z.B. Patmos, Samos oder Fournoi.
Auf die Insel selbst kommt man entweder mit dem Fährschiff (ca. 8 Stunden) oder mit dem Flugzeug (etwa 35 Minuten).
Wir haben von vielen Leuten dort gehört, dass sie große Linderung von ihren Leiden erfahren haben. Bekannte von uns fahren schon seit 10 Jahren dorthin und fühlen sich jedes Mal wohler. Wir jedenfalls können diese Insel mit ihrer Schönheit und ihren warmherzigen Leuten nur empfehlen.
Allerdings sagte man uns, dass für das erste Mal wenigstens ein 15tägiger Aufenthalt geplant sein sollte, weil dann die Wirkung der Bäder intensiver ist. Später kann man auch einen Monat und mehr bleiben.
Was die Hotelpreise angeht, so bekommen wir als Verein eine Ermäßigung:
Vorsaison (Anfang Juni bis 20. Juli):
Doppelzimmer: 30 Euro
Einzelzimmer: 25 Euro
Hauptsaison (21. Juli bis 28. August):
Doppelzimmer:40 Euro
Einzelzimmer:35 Euro
Nachsaison: (September)
Doppelzimmer: 30 Euro
Einzelzimmer: 25 Euro“

Neue EU-Erbrechtsverordnung

Ab dem 17. August 2015 gilt die neue Europäische Erbrechtsverordnung. Hier der Text des Merkblattes der Deutschen Botschaft Athen dazu:

«Ab dem 17. August 2015 wird die Europäische Erbrechtsverordnung (Verordnung EU Nr. 650/2012, EU-ErbVO) gelten. Diese neue EU-Verordnung regelt, welches Erbrecht auf einen internationalen Erbfall anzuwenden ist.
Gerichte und andere Organe der Rechtspflege in den Staaten der EU (außer im Vereinigten Königreich, Irland und Dänemark) – also auch in Deutschland und in Griechenland – werden dann nach der EU-Erbrechtsverordnung beurteilen, welches nationale Recht zur Anwendung kommt, wenn ein Erbfall einen Auslandsbezug hat.
Bisher unterliegt nach deutschem Recht (Art 25 EGBGB) die „Rechtsnachfolge von Todes wegen“ dem Recht des Staates, dem der Erblasser zum Zeitpunkt seines Todes angehörte.
War der Erblasser Deutscher, galt also deutsches Erbrecht. Dies ändert sich durch die EUErbrechtsverordnung.
Ab dem 17. August 2015 unterliegt die gesamte Rechtsnachfolge von Todes wegen dem Recht des Staates, in dem der Erblasser zum Zeitpunkt seines Todes seinen letzten gewöhnlichen Aufenthalt hatte (Art. 21 EU-ErbVO). Dies ist zum Beispiel bei einem Deutschen, der seinen gewöhnlichen Aufenthalt in Griechenland hat, griechisches Erbrecht.
Ausländische Regelungen zur gesetzlichen Erbfolge können erheblich von den deutschen erbrechtlichen Regelungen abweichen.

Rechtswahl
Wer seinen gewöhnlichen Aufenthalt im Ausland hat, aber dennoch will, dass sich im Fall seines Todes das Erbrecht des Landes anwendbar ist, dessen Staatsangehörigkeit er besitzt -wer also beispielsweise als Deutscher, der in Griechenland lebt, will, dass auf seinen Erbfall deutsches Erbrecht anwendbar sein soll und nicht griechisches – der muss künftig eine entsprechende Rechtswahl treffen.
Diese Rechtswahl muss entweder ausdrücklich in einer Erklärung in Form einer Verfügung von Todes wegen – meist ist das ein Testament – erfolgen oder sich zumindest aus den Bestimmungen einer solchen Verfügung von Todes wegen ergeben (Art. 22 EU-ErbVO). Aus Gründen der Rechtssicherheit ist eine ausdrückliche Wahl zu empfehlen.
Anzuwenden ist die neue EU-Verordnung, wenn der Erblasser am 17. August 2015 oder danach verstirbt (Art. 83 Abs. 1 EU-ErbVO). Eine vor dem 17. August 2015 getroffene Rechtswahl, die – zum Beispiel – nach dem Recht des Staates getroffen wurde, dessen Staatsangehörigkeit der Erblasser besitzt (Art. 83 Abs. 2, 3 EU-ErbVO), bleibt aber auch nach dem 17. August 2015 wirksam.

Wo ist der gewöhnliche Aufenthalt?
Den gewöhnlichen Aufenthalt hat jemand dort, wo er sich unter Umständen aufhält, die erkennen lassen, dass er an diesem Ort oder in diesem Gebiet nicht nur vorübergehend verweilt. Dies wird anhand der tatsächlichen Verhältnisse ermittelt; dabei wird festgestellt, wo der Schwerpunkt der sozialen Kontakte zu suchen ist, insbesondere in familiärer und beruflicher Hinsicht. Als nicht nur vorübergehend gilt stets und von Beginn an ein beabsichtigter zeitlich zusammenhängender Aufenthalt von mehr als sechs Monaten Dauer; kurzfristige Unterbrechungen bleiben dabei unberücksichtigt.
Der gewöhnliche Aufenthalt einer Person kann daher bereits mit dem Umzug an einen anderen Ort wechseln. Dies gilt für dauerhaft ins Ausland ziehende Personen, aber auch für solche, die sich nur zeitweise ins Ausland begeben, jedenfalls dann wenn der Aufenthalt dort auf mehr als sechs Monate angelegt ist und der tatsächliche Daseinsmittelpunkt verlagert wird.
Die Ermittlung des gewöhnlichen Aufenthalts kann schwierig sein. Dies gilt etwa, wenn sich jemand nicht dauerhaft an einem Ort aufhält, sondern beispielsweise im regelmäßigen Wechsel eine Zeitlang in Griechenland und dann wieder eine Zeitlang in Deutschland lebt und enge soziale Bindungen an beiden Orten hat.

Überlegungen zum eigenen Nachlass
Auch wenn viele Menschen die gedankliche Auseinandersetzung mit dem eigenen Tod aus nachvollziehbaren Gründen scheuen, ist es sinnvoll, sich schon heute mit der eigenen Nachlassplanung zu beschäftigen.
Überlegen Sie zum Beispiel, wo Sie Ihren gewöhnlichen Aufenthalt haben. Überlegen Sie, welche Nachlassverteilung Ihren Wünschen entspricht und ob Sie, damit diese eintritt, eine entsprechende Verfügung von Todes wegen treffen (in der Regel heißt das: ein Testament machen) müssen. Überlegen Sie, ob es in Ihrem Fall nötig ist, die oben beschriebene Rechtswahl zu treffen.
Falls Sie schon ein Testament gemacht haben, prüfen Sie dieses. Ergänzen Sie es gegebenenfalls um eine Rechtswahlklausel. Beachten Sie dabei jedoch, dass Ihre Ergänzung nach dem Recht der Errichtung des Testaments formgültig ist.

Wenn Sie unsicher sind: Lassen Sie sich beraten!

Das Wichtigste zuletzt: Nachlassfragen können sehr kompliziert sein. Wenn Sie unsicher sind, zum Beispiel, ob Ihr gewöhnlicher Aufenthalt in Griechenland oder in Deutschland ist, was die Neuregelung für Sie ganz konkret bedeutet, oder wenn Sie sonstige Fragen in Bezug auf die Regelung Ihres Nachlasses haben, lassen Sie sich unbedingt von spezialisierten Anwälten oder Notaren beraten!»
Listen von deutschsprachigen Rechtsanwälten sind auf den Websites der Botschaft Athen bzw. des Generalkonsulats Thessaloniki eingestellt.
Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass deutsche Auslandsvertretungen keine Rechtsberatung in Einzelfällen durchführen dürfen.»